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"Man kann keinen 22-Jährigen an 22 Jahre alte Technik setzen!"

 

Mammutprojekt Digitalisierung - ein Beispiel aus dem Alltag von SimplySocials: Als Randy anfangs den Ist-Zustand der technischen Ausstattung in einer Kfz-Werkstatt checkte, traute er seinen Augen kaum. Alles war völlig veraltet. In solchen Momenten müsse man behutsam an die Sache heran gehen, meint er. Weil sein Input die Betroffenen sonst förmlich erschlagen würde. Viele würden sonst wie bisher einfach weitermachen – bis zur Rente.

 

Die Werkstatt eröffnete kurz nach der Wende. 1996 schafften sich die Inhaber ein Werkstatt-Programm an, weil es halt sein musste. Und dieses wurde bis 2018 nicht mehr aktualisiert. Bereits 1998 mussten alle Automarken, die nicht im System vertreten waren, über Umwege neu im Programm angelegt werden. Klar, sie haben dafür sehr viel Geld ausgegeben – ca. 20 000 D-Mark. Aber sich zu modernisieren, bedeutet nicht, nur ein einziges Mal zu investieren! Lediglich die Computer wurden nach 10 Jahren ersetzt. Es wurde aber immer noch dieselbe Software verwendet. Bis sie irgendwann nicht mehr kompatibel war. Bei Windows 7 war Schluss. Ihre Strategie ging nicht mehr auf. Also musste neue Hard- und Sofware her. Das Schlimmste, was Randy jedoch feststellen musste, war ein völlig veralteter Wissensstand. Die Belegschaft wurde nicht aktiv weitergebildet. Sie wurden lediglich einmal in völlig veraltete Programme eingearbeitet.

 

„Der Sprung von 1996 zu 2018 ist gelinde gesagt: spannend. Da guckt man erstmal wie die Sau ins Uhrwerk, wenn man sich 22 Jahre lang eine Investition in etwas Neues erspart hat."

 

Die Krux an der Sache ist: Dadurch hat die Werkstatt eigentlich nicht wirklich Geld gespart. Die Inhaber hatten ihre Einnahmen über die Jahre anderweitig ausgegeben und demzufolge keinerlei Rücklagen gebildet. Und nach über 20 Jahren kontraproduktiver Routine musste  zwangsläufig die komplette technische Ausstattung generalüberholt werden. Aber es mussten nicht nur neue Geräte und neue Software her. Es brauchte auch entsprechende Zubehörtechnik und vor allem musste die komplette Belegschaft entsprechend geschult werden. Randy bezeichnet so etwas als ein Mammutprojekt. Ein enormer Zeitaufwand für alle Beteiligten.

 

 

Eigentlich sollten Firmen alle drei Jahre in neue Hard-und Software investieren und währenddessen das entsprechende Budget dafür zurücklegen. Ansonsten hat man am Ende doppelte Ausgaben. Ein Trostpflaster: Für Softwareprogramme gibt es heutzutage einige Sharing-Plattformen. Wenn Sie als Unternehmer keine komplette Software einkaufen und auf Ihren Geräten installieren möchten, können Sie dort temporär passende Programme mieten. Alles funktioniert dann cloudbasiert. Der Vorteil: Auf die Cloud können Sie immer und von überall aus zugreifen. Das heißt: Sie können die gesamte IT-Infrastruktur (Anwendungssoftware, Rechenleistung und Speicherplatz) online als Dienstleistung nutzen. Für einen Monat, für ein Jahr - solange es für Ihre Zwecke Sinn macht. Und wenn Sie nicht genau wissen, welche Software am besten zu Ihnen passt, fragen Sie uns.

 

Die Lösung für die Werkstatt war zum Beispiel ein Programm, welches vierteljährlich automatisch neue Automarken sowie neue Preise für Ersatzteile hinzufügt. So macht das Anlegen von Neukunden auch wieder Spaß.

 

„Man kann keinen 22-Jährigen an 22 Jahre alte Technik setzen!“

 

Die Werkstatt suchte schon lange neue junge Mitarbeiter. Auch, um neue jüngere Kundschaft dazugewinnen zu können. „Aber man kann keinen 22-Jährigen an 22 Jahre alte Technik setzen.“ sagte Randy dazu. „Mitarbeitergewöhnung gleich Null.“ Wie soll unter solchen Umständen ein neuer Mitarbeiter vernünftig eingegliedert werden? Wer möchte in seinem Arbeitsalltag sinnlos Zeit vergeuden, indem er sich permanent neue Lösungen ausdenken muss, damit ein Sachverhalt über hundert unnötige Teilschritte in eine völlig veraltete Software aufgenommen werden kann?

 

„Möchte man seinen Mitarbeitern Perspektive bieten oder ein Museum?“

 

„Mit einem Museum gewinnt man keine jungen Mitarbeiter.“ Nicht nur veraltete Soft-und Hardware war ein Problem. Fakt war und ist: Auch die Belegschaft wird nicht jünger. In 10 Jahren wäre sie weg vom Markt, weil dann fast jeder seine wohl verdiente Rente antritt. Oft hört Randy diesen Satz: Wir haben ja unsere Kunden. „Ja, aber die Kunden sterben auch irgendwann weg!“ Man muss also jetzt schon vorsorgen. Auch die jüngeren Kunden, werden älter. Auch diese sollten wissen, dass Sie existieren ! Im besten Falle wollen Sie doch auch nach Ihrem Renteneintritt von Ihrem Unternehmen profitieren?

 

Ein super Kundenservice und fachliche Kompetenz allein reichen also nicht aus. Die technische Ausstattung muss auch stimmen. Modernisierung ist nichts Einmaliges. Jeder Mitarbeiter sollte dazu bereit sein, sich immer wieder neuen Gegebenheiten anzupassen. Da betrifft nicht nur neue Technik, sondern auch neue Mitarbeiter. Ansonsten kann sich ein Unternehmen nur schlecht am Markt behaupten.

 

Heutzutage gibt es auch einige Förderungsprogramme, die kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen. Ein Beispiel ist BIG – der Brandenburgische Innovationsgutschein. Im Rahmen der Digitalisierung können Sie sich 50 Prozent der Ausgaben zurückholen. Kommen Sie gern auf uns zu und fragen nach, welches Programm am besten zu Ihrem Projekt passen würde. 

 

Nicole Frank

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